Ausstrahlung

24.01.2026

Das muss man sich mal vorstellen: Da trifft Jesus am Ufer ein paar Fischer, die dort arbeiten, sagt ihnen "Kommt, folgt mir nach!", und sie lassen alles stehen und liegen und folgen ihm. Was muss der Mann für eine Ausstrahlung gehabt haben! Wahnsinn, oder!?

Katharina Kasper gründete 1851 ihre Gemeinschaft mit vier Gefährtinnen. Schnell schlossen sich weitere junge Frauen an. Als sie 1898 starb – also 47 Jahre nach der Gründung – zählte die Gemeinschaft fast 2000 Schwestern. Was muss diese Frau für eine Ausstrahlung gehabt haben!

Schwester M. Aurelia Fröhlich hat Aussagen von Schwestern und Zeitgenossen gesammelt, die Katharina kannten. Es ist interessant, was man bei ihr lesen kann.

Zum Beispiel: "Man beobachtete Mutter Maria immer maßvoll, auch in ihren Bewegungen, fern von dem Hasten und Rasen unserer Zeit, wenngleich oftmals die Menge der Arbeit drängte. Diese Gelassenheit der Mutter sollte all ihren Kindern und der Genossenschaft im allgemeinen durch ihren Wandel tief eingeprägt werden, damit bei der so weit nach außen hin wirkenden Tätigkeit sie niemals die innere Stille vergesse … `Ihre Ruhe war überhaupt etwas Auffallendes und Wunderbares,´ bemerkten Beobachter von ihr. Sie bewahrte sie auch bei den schwierigsten und gänzlich unerwarteten Ereignissen. Nach einstimmigem Urteile vieler war dies so, weil ihr geistiges Auge immer fest auf Gott gerichtet war und sie in allem seinen heiligen Willen oder seine weise Zulassung erkannte. Ihre Stimme erhob sie nie laut beim Reden, nichts von Sentimentalität, Verweichtes, auch nichts von Leidenschaft oder ungeordneter Neigung, Härte klang aus dem von ihrer Herzensgüte so wohltuend gedämpften Tone, selbst nicht bei Verweisen, ernsten Zurechtweisungen, wie dies alle bezeugen, die sie in kritischen Lagen kennen lernten." (Sr. Aurelia Fröhlich S. 61f)

Auf ihren Bildern sieht man es ja auch: Sie hatte eine unglaubliche Ausstrahlung.

Gerne wäre ich ihr mal begegnet … Und Jesus wäre ich auch gerne mal begegnet …