Evangelisierung ist das Thema

20.06.2026

Papst Leo hätte seine wahre Freude an Katharina – oder umgekehrt: Katharina hätte ihre wahre Freude an Leo. 

Warum? Stichwort EVANGELISIERUNG.

Papst Leo hat sich den Einsatz für die Evangelisierung zu DEM Thema seines Pontifikates gemacht. Und Katharina hat die Evangelisation zu DEM Ziel ihrer Gemeinschaft gemacht: "Ziel unserer Gemeinschaft", so heißt es in den ersten Statuten, "ist die Ausbreitung des Glaubens durch Beispiel, Belehrung und Gebet."

Katharina wuchs auf in einer Zeit, die geprägt war durch die Säkularisation. Zu den Folgen dieser Säkularisation zählt auch der massive Glaubensverlust in der Bevölkerung. Für Papst Leo ist klar, dass sich "hinter der Krise der heutigen Demokratien … in Wirklichkeit eine anthropologische Krise verbirgt, die daraus resultiert, dass der Schöpfer weitgehend vergessen wurde." (Papst Leo bei einer Audienz für die Stiftung Centesimus Annus Pro Pontifice)

Was kann man dagegen tun?

Papst Leo wehrt sich deutlich gegen Verzweiflung im Blick auf diese Situation und stellt ihr die Menschlichkeit entgegen: Man "müsse einen Damm gegen die Entmenschlichung errichten, indem man `eine Summe kleiner und beharrlicher Glaubensbeweise´ umsetze und vor allem den Dialog pflege, `der auf der Wahrheit gründet, die die gemeinsame Menschlichkeit jedes Menschen anerkennt und wertschätzt´."

Menschlichkeit – gerade die lebt Katharina auch in einer Zeit, in der viele Menschen ums Überleben kämpfen müssen und mehr sich selbst als andere im Blick haben. Sie setzt sich zu den Kranken und einsamen Menschen, hört ihnen zu und hilft auch mit scheinbar kleinen Dingen, die aber eine große Wirkung haben und nicht nur Kinder auf Gott aufmerksam machen.

Und Papst Leo ist es ganz wichtig, Zeugnis zu geben für die Freude am Evangelium – Evangelii Gaudium. Katharina hatte wohl keine Heilige Schrift. Die Worte der Heiligen Schrift aber, denen sie im Gottesdienst oder in Thomas von Kempens Schrift "Nachfolge Christi" begegnete, nahm sie ernst. Sie lebte danach und gab damit Zeugnis davon, dass ein solches Leben Freude schenkt.

Der Papst – und mit ihm auch wir - sind da auf der sicheren Seite. Wir haben eine Bibel, können täglich darin lassen, können uns an Gottes Wort orientieren und durch unser Leben Zeugnis geben. Natürlich ist der Glaube Gnade und damit Chefsache. Gott aber will Mitarbeitende, die sich dafür einsetzen, dass Gott wieder eine Rolle spielt im Leben vieler Menschen – und ihr Leben froh 

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