Licht unter den Scheffel!?
"Stell dein Licht nicht unter den Scheffel!" Sie kennen diese Redewendung, nicht wahr? Wissen Sie auch, wo der Ursprung dieses Wortes ist? In der Bibel! Da heißt es: "Man zündet auch nicht eine Leuchte an und stellt sie unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter; dann leuchtet sie allen im Haus." (Mt 5,15)
Vielleicht denken Sie jetzt: Es ist ja schon eine Gratwanderung – das eigene Licht nicht unter den Scheffel zu stellen und nicht überheblich oder arrogant zu werden oder zu wirken.
Das Wort in der Bibel geht weiter: "So soll euer Licht vor den Menschen leuchten, damit sie eure guten Taten sehen und euren Vater im Himmel preisen." (Mt 5,16)
Katharina Kasper stellte ihr Licht nicht unter den Scheffel. Wenn sie das getan hätte, dann wären andere Menschen nicht auf sie aufmerksam geworden, dann hätten andere Frauen nicht den Wunsch verspüren können, es ihr gleich zu tun.
Katharina aber war davon überzeugt, dass all ihr Tun abhängig war von Gott. Sie wusste, dass Er ihr all die Fähigkeiten gab, die sie brauchte; dass Er ihr die Menschen zuführte, denen sie gut sein sollte; dass Er ihrem Wollen das Vollbringen schenkte. Wenn man diese Überzeugung lebt, dann hat Überheblichkeit und Arroganz keine Chance.
Letztlich soll unser Tun von den Menschen gesehen werden, - so die Bibel – damit sie in diesem Tun Gott erkennen und Ihn loben und preisen. Das war auch Katharinas Intention. Sie wollte, dass Gott erkannt wird – auch durch ihr Tun – und Er gelobt wird.
"Empfehlen Sie alle Anliegen der einzelnen, der Genossenschaft sowie alle Tätigkeit, damit alles zur größeren Ehre Gottes gereichen möge." (Brief 20)
So Katharina; und:
"Tun wir alles zur Ehre Gottes, ist alles gut und wird uns zum Heile dienen." (Brief 153)