Meine Speise ist es

14.03.2026

Meine Speise ist es, den Willen dessen zu tun, der mich gesandt hat. (Joh 4,34)

Sie kennen das Wort, nicht wahr? Klar, es ist von Jesus. Aber auch Katharina Kasper hätte es genau so sagen können. Oder vielleicht so, wie es in einer anderen Bibelübersetzung heißt: Ich lebe davon, dass ich Gottes Willen erfülle. (Bibelübersetzung: Hoffnung für alle)

Der Wille Gottes war nicht nur Katharinas Richtschnur. Er war Katharinas Lebensinhalt. Nichts war ihr wichtiger als der Wille Gottes. "In allem und überall geschehe der heilige Wille Gottes." Das schrieb sie in vielen ihrer Briefe. Es war ihr ganz wichtig, dass auch die Menschen, die ihr anvertraut waren, mit ihr darum beteten, dass der Wille Gottes immer und in allem geschieht, dass auch die Menschen, die ihr anvertraut waren, die Kraft besaßen, den Willen Gottes zu tun.

Eigentlich ist das ganz einfach, wenn Gottes Willen mit meinem übereinstimmt, nicht wahr? Und wenn das nicht der Fall ist?

Solche Situationen kannte Katharina auch. Ja, auch sie verstand den Willen Gottes nicht immer. Und doch war das nie ein Grund für sie, das, was sie als Willen Gottes erkannt hat, nicht zu tun. "Sein heiliger Wille möge geschehen in allem und überall und zu jeder Zeit, in mir, an mir und durch mich, so wollen wir allezeit sagen. Kreuz ist doch kein schlimmes Zeichen, sondern vielmehr ein gutes Zeichen." (Brief 163)

Also ein Kreuz ist es schon. Aber Katharina ist auch davon überzeugt, dass Gott immer nur das Beste für den Menschen will. Von daher muss Sein Wille getan werden, weil sonst das Beste für sie und die Ihren nicht geschehen kann.

Ich lebe davon, dass ich Gottes Willen erfülle. Katharina drückt es so aus:

"Der Wille Gottes ist mir doch das Allerliebste und ich habe keinen größeren Wunsch als diesen, ihn auf die vollkommenste Weise zu genießen." (Brief von 1862)