Und das Wort ist Fleisch geworden

Sie kennen den berühmten Prolog aus dem Johannes-Evangelium, nicht wahr? Gerade in der Weihnachtszeit begegnet man ihm oft. Da heißt es unter anderem: "Das Wort ist Fleisch geworden … Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf." (Joh 1,11)
Das geht mir immer durch und durch. Da wird der unendlich ferne Gott Mensch, um den Menschen nahe zu sein, um ihnen zu erleichtern, mit Ihm in Beziehung zu treten, und die Menschen? Sie wenden sich ab. Und das bis heute. Woran liegt das? Glauben sie der Liebe nicht? Vielleicht ist diese Botschaft ja wirklich zu unglaublich, zu fantastisch, dass die Seinen nicht glauben können?!
Gott sei Dank gab es immer Menschen, die sich von der göttlichen Liebe berühren und bewegen ließen – angefangen bei Maria und Josef, über die Heiligen; bis heute gibt es diese Menschen.
Katharina war auch so ein Mensch. Sie ließ sich berühren und bewegen und konnte durch die göttliche Liebe, die ihr Leben prägte, ein Stück ihrer Welt verändern; denn der menschgewordene Gott konnte durch sie wirken und handeln. Solche Menschen braucht Er, die Welt zum Positiven hin zu verändern.
Katharina war davon überzeugt, dass Gott in ihr lebt und wirkt; dass Er sie leitet und führt. Sie rechnete mit Ihm. So konnte sie sich Ihm überlassen. So wurde scheinbar Unmögliches möglich, Unvorstellbares wurde Realität.
Das Wort ist Fleisch geworden. (1 Joh,14)Gott will jeden Tag neu Mensch werden – auch in Ihrem und in meinem Leben. Wir könnten bei Katharina in die Schule gehen und bei ihr abschauen, wie man Gott im eigenen Leben Platz einräumt. Nur dann nämlich hat Er die Möglichkeit, durch uns zu wirken und zu handeln.
Gott ist Mensch geworden, um uns ganz nahe zu sein und uns Seine Liebe erfahrbar zu machen.